Fehlende Bahnsteiggleise in Hamburg Hbf stellen ein zusätzliches Hindernis für den Personennah- und Fernverkehr dar.
Aus diesen Gründen fordert der Fahrgastbeirat, die Schienenkorridore Hamburg - Hannover und Hamburg - Bremen schnellstmöglich auszubauen und die Kapazitäten des Hamburger Hauptbahnhofs umgehend zu erweitern.
Fahrplankonzept 2010: Verstärkerzüge in der Hauptverkehrszeit bleiben unentbehrlich,
durchgehende Verbindungen bis Hamburg Hbf sind erforderlich
Die von der metronom Eisenbahngesellschaft zu erbringenden Leistungen auf den Strecken Hamburg - Uelzen (ME), Hamburg - Bremen (ME), Hamburg - Lüneburg (MEr) und Hamburg - Tostedt (MEr) werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 neu vergeben. Anfang 2008 beginnt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mit der Konzeption dieser Verkehre. Sie überlegt u.a., die MEr-Züge von Hamburg über Tostedt hinaus bis Bremen Hbf zu verlängern.
Der Fahrgastbeirat hält die derzeit in der Hauptverkehrszeit fahrenden Verstärkerzüge des MEr-Systems (insgesamt zwei Züge pro Stunde) für unentbehrlich und lehnt einen Stundentakt im Berufsverkehr strikt ab. Eine Stärkung des MEr-Netzes und eine Entlastung der überfüllten ME-Züge kann nur erreicht werden, wenn Fahrgäste mit MEr-Zügen den Hamburger Hauptbahnhof umsteigefrei erreichen können.
Des weiteren setzt sich der Fahrgastbeirat für die Schließung von Angebotslücken im Spätverkehr ein und fordert einen systematischen, leicht merkbaren Fahrplan unter Berücksichtigung der Anschlüsse zur Heidebahn in Buchholz und zum Fernverkehr in Hamburg-Harburg.
HVV-Tarif
Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bereitet eine Tarifstrukturreform vor. Die letzten Fahrpreiserhöhungen haben die Fahrgäste aus dem Hamburger Umland überproportional belastet. Der Fahrgastbeirat setzt sich für Fahrpreisstabilität sowie Übersichtlichkeit und Einfachheit des Fahrkartensortiments ein. Er fordert, tarifliche Anreize zur Gewinnung neuer Fahrgäste zu schaffen und bestehende Ungerechtigkeiten zu Lasten von Landkreisbewohnern mit der neuen HVV-Tarifstruktur zu beseitigen.
Heidebahn
Die Sanierung der Heidebahn zwischen Buchholz (Nordheide) und Soltau ist überfällig. Die Heidebahn-Strecke wird aufgrund immer noch vorhandener technisch nicht gesicherter Bahnübergänge als Nebenbahn eingestuft. Die Höchstgeschwindigkeit ist somit auf 80 km/h beschränkt.
Die niedrige Geschwindigkeit führt nicht nur zu unattraktiven Reisezeiten, sondern verhindert auch einen wirtschaftlichen Betriebsablauf. Weil die Geschwindigkeiten gering sind und auf der eingleisigen Strecke Bahnhöfe fehlen, auf denen sich Züge begegnen können, müssen zusätzliche Triebwagen eingesetzt werden. Ein rationeller Taktverkehr ist auf der veralteten Strecke nicht möglich.
Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen hat die Sanierung des südlichen Abschnittes der Heidebahn zwischen Bennemühlen und Walsrode in Angriff genommen, damit die Züge Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreichen können. Im Jahr 2009 wird damit begonnen, den Abschnitt zwischen Soltau und Buchholz (Nordheide) zu ertüchtigen.
Der Fahrgastbeirat unterstützt die Forderung des ehemaligen Landrates des Landkreises Harburg Axel Gedaschko, die Züge der Heidebahn bis Hamburg zu verlängern. Der Fahrgastbeirat fordert außerdem den Einsatz moderner, beschleunigungsstarker Triebwagen mit ausreichend großem Platzangebot für Fahrgäste und Fahrräder.